, Müller Joël

Wenn Blasmusik und Chor zu einer Einheit verschmelzen.

Wenn die Tage kürzer werden und die kühle Luft im Thal Einzug hält, dann ist alle zwei Jahre in Herbetswil Zeit für das Kirchenkonzert des Musikvereins und des Kirchenchors.

Auch die Ausgabe 2025 hatte wiederum viele stimmungsvolle Höhepunkte zu bieten. Für die musikalische Leitung zeigten sich Andreas Kaiser (MVH) und Simon Haefely (Kirchenchor) verantwortlich. Eröffnet wurde der Konzertnachmittag durch den MVH mit "Celtic Crest" der inoffiziellen Hymne des "Basel Tattoo" aus der Feder von Christoph Walter.

Mit dem Choral "Sleep" wagte sich der Musikverein in der Folge in die getragene aber nicht weniger stimmungsvolle Literatur. Der erste Konzertteil wurde dann mit "Ländler for Brass" von Albert Benz abgeschlossen.

Der Kirchenchor seinerseits berührte zur Mitte des Konzertes, die Herzen der Zuhörenden, mit zwei bekannten Melodien. "The Rose" in der Version von Amanda McBroom erfüllte die Kirche St. Johannes mit warmen Klang.

Klangvoll vollendet wurde der zweite Konzertteil durch "Can you feel the love tonight" von Elton John. Gleich nochmals konnte der Kirchenchor das Publikum mit ihrem Gesang abholen, welches mit grossem Applaus seinen Gefühlen Ausdruck verlieh.

Der zweite Konzertteil des MVH bot nochmals einige musikalische Leckerbissen. Besonders hervorgehoben sei das Euphonium-Solo "Benedictus", welches von André Meier vorgetragen wurde. Das Werk wurde 1999 den Opfern des Kosovokrieges gewidmet und trifft mit seiner Message gegen Krieg und Hass noch heute den Nerv der Zeit.

Vollendet wurde das Konzert mit Stal Himmel von Alan Fernie. Das wohl grösste Highlight des Konzertes erwartete das Publikum dann bei der Zugabe. Der MVH und der Kirchenchor waren dafür gemeinsam zuständig. "Du fragsch mi wär i by" von Thomas Rüedi bot den idealen Schlusspunkt und liess Chorgesang und Blasmusik zu einer Einheit verschmelzen.